bei Frauen gegen Gewalt e.V. zum Thema Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie ist eine der jüngeren Therapieformen und wurde etwa seit 1980 von den US-Amerikanern John und Helen Watkins entwickelt. Betroffene mit der Ego-State-Disorder leiden unter einer Störung der inneren Rolle. Dadurch wird der Alltag drastisch eingeschränkt und auch das Selbstwertgefühl tritt

verändert auf. Die States umschreiben verschiedene Persönlichkeitsanteile eines Menschen. Hinzu kommt, dass Menschen mit dieser Identitätsstörung von der Gesellschaft häufig ausgegrenzt werden. Dies bedeutet, sie haben kaum Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Frauen, die in ihrer Kindheit schwerste sexualisierte Gewalt erleben mussten, entwickeln durch die enorme Gewalt Persönlichkeitsaufsplitterungen.

Schwere Fälle dieser Zersplitterungen heißen Ego State Disorder (DSNNS). An diesem Nachmittag soll es um eine Einführung in die Ego-State-Theorie und Praxis für Fachkräfte der Psychotherapie und der Sozialen Arbeit gehen, wie hat sie sich entwickelt, wie lässt sich mit diesem Modell Dissoziation verstehen, was macht die Ego-State-Therapie interessant und kompatibel mit verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren.

Der Frauennotruf als Fachstelle für Frauen und Mädchen, die in ihrer Kindheit durch sexualisierte Gewalt schwerst traumatisiert wurden, sieht es als eine gesellschaftspolitische Aufgabe an, dieses Thema in Fachkreisen vorzustellen und zu diskutieren. Ebenso wichtig ist es, dass über die Fortbildung der Fachkräfte auch die Klientinnnen wieder Mut zum Leben entwickeln lernen. Es werden 8 Fortbildungspunkte von der Psychotherapeutenkammer vergeben.

Die Fortbildung findet am Freitag, den 24.11.2017 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Burgmannenhaus in Westerburg statt. Kosten: 45 € Anmeldungen bis zum 15.11.2017 beim Frauenzentrum Beginenhof, Tel. 02663/919629 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Gleichzeitig wird die Ausstellung "Vom Überleben zu einem würdevollen Leben" gezeigt, die in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr angeschaut werden kann. Die Ausstellung wird zum 24.11. anlässlich des Tages gegen Gewalt an Frauen, für alle Interessierten vorgestellt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der LAG anderes lernen statt.