Mitglieder und Gratulanten kamen zur Feierstunde in die Westerburger Stadthalle

Der Landfrauenverband Westerwald feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Der runde "Geburtstag" wurde am Samstag, den 18. März im Rahmen des traditionellen Landfrauentages in der Stadthalle Westerburg gebührend gefeiert. Zu den Highligts des Nachmittags gehörte der Vortrag von Gastrednerin Verena Bentle.

Gudrun Franz-Greis (links) freute sich über den Besuch von Gastrednerin Verena Bentle

Verena Bentle, die blinde Ausnahmesportlerin und zwölffache Goldmedaillengewinnerin, ist die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung. „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“, so lautet der Titel ihres Buches. Auch in Westerburg stieß ihre überzeugende Botschaft „Wirklich blind ist, wer nicht vertrauen kann!“ auf offene Ohren und wurde mit reichlich Beifall bedacht.

Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe "We love Musicals". So erfreuten die beiden Sängern Katharina Scherer und Stephan Vanecek, die von Dominik Nieß am Klavier begleitet wurden, mit einem Streifzug durch die schönsten Musical-Melodien.  

Zu Beginn der Veranstaltung hieß die Vorsitzende des Landfrauenverbandes (LFV) Westerwald, Gudrun Franz-Greis, die zahlreichen Gäste herzlich willkommen.

Mit einem „Hui Wäller“ eröffnete die Stadtbeigeordnete Gabi Frenz-Ferger, die auch im Namen der Verbandsgemeinde Westerburg gratulierte, den Reigen der Grußworte. In ihrer Rede ging sie auf die Aufgaben der Frauen und Mütter ein, die Haushalt, Beruf und Kinder unter einen Hut bringen müssten.

Landrat Achim Schwickert lobte das Engagement der Landfrauen. Sie hätten in den vergangenen Jahrzehnten den Kreis vorwärts gebracht. Dabei waren sie bei vielen Veränderungen maßgeblich beteiligt, so der Landrat, der die wunderschön, österliche Dekoration in der Halle lobte, die „von sehr viel Sachverstand“ zeuge.

„60 ist die neue 40“, bemerkte Rita Lanius-Heck, Präsidentin des LFV Rheinland und Nassau, hinsichtlich des runden Geburtstages des Verbandes, der noch viel vor habe. Ihre Frage, was die Steigerung von „Frau“ sei, beantwortete sie augenzwinkernd selbst: „Landfrau und Wäller-Landfrau“.

Seinen Dank für die gute Zusammenarbeit sprach der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Westerwald, Heribert Metternich, aus. In seinem Grußwort ging er auf die Werte wie Familie, Treue und Ehre ein, „die in der heutigen Zeit drohen, verloren zu gehen“. Er lobte den Charme der Landfrauen, die trotz der Arbeit froh gelaunt seien und die hervorragende Arbeit leisten.

Mit einem Rückblick, der teilweise auch zum Lachen und Schmunzeln animierte, ließen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Inge Weyel, Johanna Gutberlit und Elke Hasenauer, die dem amtierenden Vorstandsmitgliedern neben einem Bildgeschenk auch Rosen überreichten, viele Erinnerungen an Veranstaltungen, Projekte und Ausflüge wach werden.

Mit einem informativen Vortrag ging Dr. Janine Düber vom Krankenhaus in Dernbach auf die Arbeit in der Palliativ-Station ein. Die Pause im Programm nutzen die Anwesenden, um bei Kaffee und Kuchen in Gespräch zu kommen.