Ein Aussichtsturm im Westerwald mit Tradition

Im Mai des Jahres 1900 wurde auf Veranlassung des Landrates Robert Büchting auf der Marienberger Höhe ein Aussichtsturm aus Fichtenholz erbaut und am 17. Juni 1900 mit einem Waldkonzert feierlich eröffnet. Dieser Turm wurde nach dem Vornamen der Frau des Landrats "Elly-Turm" genannt. Noch heute sind

Teile des Bruchsteinfundaments im Wald zu sehen. Förster Panthel kam nun auf den Westerwaldverein Bad Marienberg e.V. zu, mit der Anregung, an dieser Stelle eine Info-Tafel zu errichten, die an diese frühe Touristen-Attraktion erinnert. Der Verein kam dieser Anregung gerne nach und hat die Info-Tafel erstellen lassen, die Förster Panthel inzwischen am Weg vor den Fundament-Resten auf der Marienberger Höhe aufgestellt hat. Wanderer finden diese Tafel rechts am Weg, wenn sie von der Wacholderheide zu den Großen Wolfsteinen gehen.

Hintergrund:

Am 3. April 1900 wurde auf Veranlassung von Landrat Robert Büchting der Bau eines Aussichtsturms auf der Marienberger Höhe in der Nähe der Wolfsteine beschlossen. Für die Bauarbeiten konnte die 4. Kompanie des in Koblenz stationierten Rheinischen Pionier-Bataillons Nr. 8 gewonnen werden.

Am 17. Mai 1900 begann man mit dem Bau des 24 Meter hohen Turmes aus Fichten-stämmen, der auf einem

9 x 9 Meter großen Bruchstein-fundament ruhte. In fünf Tagen war der Turm vollendet und wurde nach dem Vornamen "Elisabeth", der Frau des Landrates, der auch Vorsitzender des Westerwald Clubs war, "Elly-Turm" benannt. Für die damalige Zeit war ein Aussichtsturm im Westerwald eine Attraktion und spielte bei den frühen Bemühungen um den Fremdenverkehr schon eine große Rolle.

Wolfstein und Aussichtsturm warben zusammen mit dem Lied "Mein Herz, das ist im Westerwald…" des beliebten Volkslandrates Robert Büchting auf Postkarten für Marienberg und den hohen Westerwald. (Der Westerwald-Club war der Vorläufer des heutigen Westerwaldvereins Bad Marienberg e.V. )


Westerwaldverein Bad Marienberg e.V.