Viele ehrenamtliche Stunden in den Aufbau des Mannschaftstransportwagens investiert

Die Freiwillige Feuerwehr Härtlingen feierte am vergangenen Samstag die Einweihung und Segnung ihres neuen Mannschaftstransportwagens (MTW). Schon zur Mittagszeit hatten sich viele „Spatzenburger“ und befreundete Wehren eingefunden, um das Ereignis im geselligen Miteinander

und mit einem herzhaften Mittagessen zu feiern. Mit Beginn des offiziellen Teils wurde der strahlende Sonnenschein von heftigen Regenschauern unterbrochen, was der guten Stimmung jedoch nichts anhaben konnte.

„Ich glaube, es hört jetzt auf zu regnen“, tat Wehrführer Patrick Baumann seine Hoffnung immer wieder kund.

Doch sein Wunsch wurde nicht erfüllt und so nahm Pfarrer Ralf Hufsky die schnellste Einsegnung seines Lebens vor und stellte das Fahrzeug mit Wasser von oben und Weihwasser von der Seite unter den Schutz Gottes.


                              Viele Gäste
Im Namen des Fördervereins hieß der Vorsitzende Klaus Sauer die zahlreichen Festgäste herzlich willkommen.

Darunter waren neben Ortsbürgermeister Martin Flügel und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, auch der Wehrleiter Peter Baumann, Michael Leukel vom Kreisfeuerwehrverband, Jürgen Ickenroth, Fachbereichsleiter Alterskameradschaft, sowie die Vertreter der Firmen und Sponsoren, die an der Aufarbeitung des Fahrzeugs beteiligt waren.

Ein herzliches Willkommen galt den Mitgliedern der befreundeten Wehr aus Oppenheim, die eigens zu diesem Anlass angereist waren. Neben den „Spatzeburger Wehrleuten“ und den zahlreich erschienenen Ehrenmitgliedern, die an diesem Tag allen Grund zum feiern hatten, waren auch zahlreiche befreundete Wehren aus den Nachbargemeinden gekommen.


                      Förderverein und Sponsoren
Die Härtlinger Wehr habe schon seit der Gründung im Jahre 1960 drei Fahrzeuge aus eigenen Mitteln angeschafft und umgebaut, so Sauer. Wurden die Kosten bisher von der Verbandsgemeinde Westerburg getragen, sieht es in diesem Fall anders aus. Grund hierfür ist, dass dieser Mannschaftstransportwagen eine zusätzliche Anschaffung ist, die nach gesetzlichen Vorgaben nicht erforderlich wäre.

Dank der Einnahmen des traditionellen Oktoberfestes konnte die Härtlinger Wehr in den vergangenen Jahren Rücklagen bilden, die in die Beschaffung und Aufarbeitung des neuen MTW flossen. Materielle Unterstützung lieferten Metallbau Christof Flügel (Härtlingen) Lackierer Hanno Sassenrath (Kölbingen) und Rolf Sauer von Esso-Tankstelle Hebgen (Kölbingen).

Sein besonderer Dank galt den Feuerwehrmännern Patrick Baumann, Martin Flügel jun., Lars Henning, Etienne Hoffmann und Thomas Kohlenbeck, deren Frauen mit einem Blumenstrauß bedacht wurden.

                               Viele ehrenamtliche Stunden
Patrick Baumann verschaffte den Anwesenden nun einen kleinen Überblick über den Kauf und die aufwendigen Arbeiten rund um den ehemals weißen Mercedes Sprinter, der zuvor bei der Bundeswehr als Transporter im Einsatz war. Seine Ausführungen machten deutlich, mit wie viel Engagement, Organisation und Arbeit die Härtlinger Wehr in ihr neues Fahrzeug steckte. An diesem Tag glänzte es rot leuchtend und mit Blumen geschmückt in der Sonne und war von einem Neuwagen kaum zu unterscheiden.


Dass die Härtlinger Wehr ihr Fahrzeug ohne öffentliche Zuschüsse anschaffen konnte, sei herauszustellen und zu loben, betonte Ortsbürgermeister Martin Flügel. Sein Dank galt den aktiven Mitgliedern der Wehr, die parallel zu den sowieso ständig anstehenden Aufgaben des Ehrenamtes viele Stunden Zeit investiert hätten. „Rundum ist eine mehr als gelungene Gemeinschaftsleitung für die Gemeinschaft“, der abschließend allzeit gute Fahrt wünschte.

                    Schlagkraft erhöht
Lobende Worte gab es auch von VG-Bürgermeister Gerhard Loos. „Es ist eine tolle Sache wie der Förderverein aktiv und kreativ agiert“, so Loos auch in Bezug auf das Härtlinger Oktoberfest, welches längst ein festen Bestandteil des herbstlichen Festkalenders sei.

Bei den 31 Wehren in der Verbandsgemeinde sei die Finanzierung stets eine große Herausforderung. Doch in Sachen Brandschutz und dem Schutz der Bevölkerung dürfe nicht an der falschen Stelle gespart werden, betonte der Bürgermeister. Mit dem MTW habe die Wehr ihre Schlagkraft erhöht, freute sich auch der Michael Leukel vom Kreisfeuerwehrverband, der eine Urkunde überreichte.

Nun nutzten auch die befreundeten Wehren die Gelegenheit, ihre Glückwünsche und Geschenke zu überbringen.

Nach einem gemeinsamen Erinnerungsfoto war der Feuerwehrnachwuchs eingeladen, mit dem neuen Fahrzeug eine kleine Rundfahrt zu unternehmen. Allseits gelobt wurde die gute Küche, die deftigen Erbseneintopf, hausgemachte Würstchen und frisches Härtlinger Backesbrot lieferte. Gemütlich klang der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen aus. (Text und Foto: Ulrike Preis)