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Die DRK Ortsvereine sammeln Kleiderspenden ein

Aktion dient der Finanzierung gemeinnütziger AufgabenWbg. DRK Kleidersammlung Plakat 03 2019.1 v2

Zweimal im Jahr rufen die Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes im Westerwaldkreis zu Altkleider-Straßensammlungen auf. Die erste Sammlung im Jahr 2019 findet am Samstag, den 13. April statt. Dann fahren die Mitgliedern des DRK wieder durch die Straßen der Gemeinden und sammeln ab 8 Uhr die Spenden ein. Diese sollten gut sichtbar an den

Straßenrand gestellt werden. Die Sammlung findet auch bei schlechter Witterung statt. Die Bevölkerung wird gebeten, darauf zu achten, dass die Kleidung nur von Rot-Kreuz-Personal abgeholt wird. Die DRK-Fahrzeuge sind alle entsprechend gekennzeichnet.

Gesammelt werden Damen- und Herrenbekleidung, Strümpfe, Socken und Unterwäsche, Wolldecken, Federbetten, alte Hüte, Pelze und Haushaltswäsche aller Art, Schuhe und Kinderbekleidung. Für Wertsachen wird keine Haftung übernommen. Als Verpackung kann jeder neutrale Sack oder Karton verwendet werden. Auf dieser sollte mit einem wasserfesten Stift die Bezeichnung „DRK“ vermerkt werden.

Wbg. DRK Kleidersammlung Plakat 03 2019.1

Der Erlös geht an die DRK-Ortsvereine im Westerwald zur Finanzierung der Vorsorge im Katastrophenschutz für die Westerwälder Bevölkerung. Da die DRK Ortsvereine außer Beiträgen aus der Bevölkerung und großzügigen Spenden keine weiteren größeren Einnahmen haben, sind sie auf diese Art der Mittelbeschaffung dringend angewiesen.

Um auch in der Zeit zwischen den Sammlungen Abgabe Möglichkeiten zu bieten, stehen in verschiedenen Dörfern der Verbandsgemeinden im Westerwald Kleidersammelcontainer. Größere Mengen werden von den Ortsvereinen über das ganze Jahr abgeholt oder können zu den DRK Unterkünften gebracht werden. Die Abgabe von Bekleidung ist aber auch nach wie vor an den bekannten Rotkreuz-Dienststellen möglich.

Hintergrund

Die 15 Ortsvereine des DRK im Westerwaldkreis zählen rund 500 ehrenamtliche Mitglieder. Die bisherigen Sammlungen brachten dank der großen Hilfsbereitschaft der heimischen Bevölkerung immer beachtliche Ergebnisse. Wie der DRK-Katastrophenschutzbeauftragte Giesbert Wiethoff berichtet, nimmt jeder Ortsverein rund 950 Euro pro Sammlung ein. Etwa 200 Helfer sind an diesem Tag in den 220 Westerwälder Dörfern ehrenamtlich im Einsatz. Unterstützung bekommen sie von anderen örtlichen Vereinen sowie von Unternehmen, Firmen und Handwerksbetrieben, die ihnen ihre Kleintransporter zur Verfügung stehen. „Wenn wir die nicht hätten, wäre die ganze Aktion eine Illusion und würde sich nicht lohnen“, erklärt Wiethoff.

„Wir sammeln Kleider, um Mittel für die Finanzierung unserer satzungsgemäßen, gemeinnützigen Aufgaben zu beschaffen“, so der engagierte DRKler weiter. Dabei führt er Katastrophenschutzmaterial, Sanitätsdienste, Unterhaltung der Unterkünfte, Einsatzfahrzeuge als Beispiele auf. In seinen Ausführungen hebt er hervor, dass die DRK Ortsvereine kein gewerblicher Betrieb seien. „Unsere Vereine leben ausschließlich von dem, was die Bevölkerung uns gibt“, bekräftigt Wiethoff die Gemeinnützigkeit der Ortsvereine.

Einnahmequelle der DRK Ortsvereine
Von den gesammelten Kleidern und Schuhen werde ein Teil in der Kleiderkammer in Ransbach-Baumbach an Bedürftige weitergegeben. Der Großteil werde jedoch vom DRK an einen Abnehmer in Liebenscheid verkauft. Dieser zahlt rund 20 Cent pro Kilo. „Aus den Altkleidersammlungen landet nichts auf dem Müll. Was nicht weiterverwendet werden kann, wird in Dämmstoffe verarbeitet. Deshalb nehmen wir ja beispielsweise alle Textilien an“, informiert Wiethoff weiter.

Ärgerlich sei, dass sich immer mehr dubiose Anbieter auf den Markt der Textilverwertung drängen. „Diese wollen die Sachen nur verhökern“, warnt Wiethoff und verweist abschließend noch einmal auf die gemeinnützigen Aufgaben des DRK, die allen Kommunen zugute komme.