Region56+-Award für innovative Ideen zu „Future Work“ vergeben – Die evm wurde mit gleich zwei Projekten prämiert

Mit zwei Innovationsprojekten auf dem SiegertreppchenR56 0045 v1

Wenn es um die Frage geht, wie sich das Arbeiten in unserer Region zukünftig verändert und wie die Unternehmen und ihre Mitarbeiter diesen Prozess mitgestalten können, dann hat die Energieversorgung Mittelrhein (evm) reichlich gute Ideen dafür. Zwei davon klingen sogar so vielversprechend, dass sie nun ausgezeichnet und jeweils mit einem satten Preisgeld von 20.000 Euro prämiert wurden. Im Rahmen des

Region56+-Awards, der kürzlich im Innovationsforum der Compugroup Medic in Koblenz zum zweiten Mal vergeben wurde, konnte sich das Energie- und Dienstleistungsunternehmen gegenüber 50 weiteren Bewerbungen durchsetzen. Region 56+, das sind Unternehmen aus der entsprechenden Postleitzahlenregion, die sich zu einer Regionalmarketinggesellschaft zusammengeschlossen haben, um aktiv für den Wirtschafts- und Bildungsstandort, sowie die besondere Lebensqualität der Region zu werben und diese weiter zu entwickeln. Die darauf einzahlenden Projektideen zum ausgeschriebenen Thema „Future Work“ tragen den Namen „New Community Rooming“ und „Betriebliche Kinderbetreuung“.

Ein Raum für Viele(s)
Das „New Community Rooming“ zeigt Möglichkeiten auf, wie betriebliche Flächen und Räumlichkeiten zukünftig effektiver genutzt werden können. Beispielsweise betreibt die evm 14 Kundenzentren innerhalb ihres Versorgungsgebietes. Aktuell in den meisten Fällen rein zur eigenen Kundenberatung und für Unternehmensveranstaltungen. Nach der Vorstellung der evm-Mitarbeiter Sarah Hasselbach und Christian Jochemich, bleibt hier Potenzial auf der Strecke. Angetrieben durch fortlaufende Veränderungen innerhalb der Arbeitswelt, die nicht zuletzt durch die Pandemie der letzten Monate noch einmal beflügelt wurden.

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Christian Jochemich mit dem R56+-Award für das Projekt „New Community Rooming“. Foto: Gerold Hinzen/evm

Mobiles Arbeiten wird immer mehr zur Normalität, digitale Möglichkeiten zur Kundenbetreuung schaffen Konkurrenz zum wirtschaftlichen Betrieb all dieser Standorte. Der Schlüssel: Mehrfachnutzung ermöglichen. Denn vielen Unternehmen geht es da ganz ähnlich. Das Konzept von Hasselbach und Jochemich zeigt dazu verschiedene Möglichkeiten auf, indem Gebäude und Flächen von mehreren Unternehmen parallel, oder nach Bedarf genutzt, Räumlichkeiten auch öffentlichem Zweck zugänglich gemacht werden.

Fluch und Segen der Ferien
Die jährlichen Ferien bedeuten für Familien, Zeit zusammen zu verbringen, vielleicht in den Urlaub zu fahren, auf jeden Fall aber etwas Abstand vom Alltag in Schule, Kindergarten und Job zu gewinnen. Ferien bedeuten aber für die meisten gleichzeitig auch einen ordentlichen Spagat zwischen insgesamt 13 Wochen Ferien und dem Anspruch an Jahresurlaub. Der liegt mit durchschnittlich sechs Wochen nämlich deutlich darunter.

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Für ihr Projekt „Betriebliche Kinderbetreuung“: Tanja Christ nimmt den Award für sich und ihre Kollegin durch die Jury der R56+ in Empfang. Foto: Gerold Hinzen/evm

Auch hier liegt die Lösung in der Gemeinschaft, wie die Idee der evm-Mitarbeiterinnen Tanja Christ und Simone Gügel aufzeigt. "Betriebliche Kinderbetreuung" ermöglicht eine bessere Vereinbarung von Beruf und Familie. Ziel ist es, die Kraft und Energie mehrerer Unternehmen zu bündeln und ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das auch außerhalb der familiären Obhut eine qualitative Betreuung der Kinder ermöglicht.

Beide Projekte bestehen aktuell nur auf dem Papier, auf dem sie als Vision bei der Jury der Region 56+ eingereicht wurden. Nun geht es darum, diese nach und nach mit Leben zu füllen, Konzepte auszuarbeiten und in der Realität zu prüfen. Zusätzlich zu den evm-Projekten, wurden drei weitere ausgezeichnet und ein Sonderpreis vergeben. Das Gesamtvolumen, das die Region 56+ innerhalb des Wettbewerbs ausgelobt hatte, beträgt 75.000 Euro.