Freie Montessori-Schule Westerwald als Geopark-Schule zertifiziert -

Kooperation unterstützt Umweltbildung und Zusammenarbeit mit dem Geopark

Am 25. September 2016 wurde die Freie Montessori-Schule Westerwald als Geopark-Schule ausgezeichnet. Michael Volkwein von der Geschäftsstelle des Nationalen GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus überreichte den Vertretern der Schule, Schulleiter Florian Laggner

und Geschäftsführer Andreas Steiof, am Aktionstag eine Urkunde zur Ernennung der Schule als Geopark-Schule. Die Schulleitung freute sich über die Auszeichnung, die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit mit dem Geopark und seinen Einrichtungen ist.
Nicht nur die Geowissenschaften stellen ein gemeinsames Thema von Schule und Geopark dar - auch ökologische Bildung, Industrialisierung und Kulturgeschichte können von Schülern in den Einrichtungen des Geoparks erfahren werden. Geoinformationszentren wie der Stöffel-Park, die Grube Bindweide oder die Geowelt Fortuna bieten spannende „Aufhänger“ für den Unterricht, von Geschichte, Wirtschaft und Erdkunde bis hin zur Kunst, die im Keramikmuseum Westerwald die Gelegenheit bietet, selbst zu töpfern. Ziel der Zertifizierung als Geopark-Schule ist die verbindliche Integration von Geopark-Themen in die Arbeit der Schulen. Dies geschieht durch eine nachhaltige und dauerhafte Zusammenarbeit und Vernetzung der zertifizierten Schulen mit dem Geopark und seinen Einrichtungen. So soll den Schulen der Zugang zu attraktiven und praxisnahen Unterrichtsangeboten und Exkursionszielen in der Region erleichtert und die verbindliche Verankerung von Einrichtungen im Geopark als außerschulische Lernorte verbessert werden.
Der Nationale GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus wird von den Landkreisen Altenkirchen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Westerwald sowie Marburg-Biedenkopf und der Stadt Diez gefördert. 2012 wurde er von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung als Nationaler GeoPark zertifiziert. Ziel des Geoparks ist es, die Geschichte der Erde im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und aktiv erlebbar zu machen. Die Sehenswürdigkeiten der Region mit geologischer, kultur- oder wirtschaftshistorischer Relevanz werden im Geopark miteinander vernetzt und „schicken sich gegenseitig Gäste, Bürger, Kinder und Jugendliche“.
Die Region in Westerwald, Lahntal und Taunus ist ein steinreiches Land. Die geologischen Besonderheiten und die daraus resultierenden reichen Rohstoffvorkommen prägen die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung bis in die Gegenwart. Diese Geschichte und Geschichten zu bewahren ist eine wesentliche Aufgabe des „Rohstoff“-Geoparks, der 2010 von den Landkreisen Altenkirchen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Westerwald gegründet wurde. Hier können über 400 Mio. Jahre Erd- und über 2.500 Jahre Bergbaugeschichte erkundet und erlebt werden. Ob Lahnmarmor, Kalk und Eisenerz aus der Devon-Zeit im Lahn-Dill-Gebiet, Basalt und Ton des Tertiär-Zeitalters im Westerwald oder die Spuren unterseeischer Vulkane im Taunus: Überall bieten Sehenswürdigkeiten die Möglichkeit, tief in die spannende Entwicklungsgeschichte der Erde einzutauchen. Alles ist bereit für das Abenteuer, familiengerecht und serviceorientiert. Dabei kommt auch der Genuss nicht zu kurz – Mineral- und Heilquellen fördern kostbares Wasser tief aus der Erde, und regionale Spezialitäten werden von den Geopark-Gastgebern serviert.