Alles voller Sang und Klang

Erstes Westerwälder Chorfestival war eine Freude2019 Chorfestival HP tast14
Einfach toll: So war das erste „Westerwälder Chorfestival“, das im Stöffel-Park in Enspel stattgefunden hat. Parallel auf vier Bühnen sangen Jung wie Alt ihre Weisen. Fünf Stunden volles Programm.
Schon allein die lockere Festival-Atmosphäre machte gute Laune. Auf allen drei Ebenen des terrassenförmigen Geländes lagen Lieder in der Luft. Denn überall zwischen den Gebäuden sangen sich die Gruppen warm. Da klang „This little light of mine“ durch die Lüfte oder später „Ein Prosit der Gemütlichkeit“… Das Wetter tat sein Übriges dazu, denn die Sonne kam immer wieder durch die Wolkendecke, und der angekündigte Regen blieb aus.

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Viele Busse und Pkw kamen herbeigefahren, sodass die Parkplätze knapp wurden. Rund 3000 Besucher und Sänger waren schätzungsweise vor Ort. Obschon ein regionales Ereignis, waren so manche das erste Mal im Stöffel-Park. Eine Besucherin meinte völlig begeistert: „Toll! Also sowas Geiles! Und von wegen die Jugend singt nicht mehr…“
Zuvor hatten unter anderem die Vokalklassen aus Herschbach mit den Buchfinken (Hillscheid) unter der Leitung von Ehepaar Siry „Hallo, hallo, ich freu mich dich zu sehen“ vorgetragen – mit dynamischen Gesten und frischem, energiereichem Klang. Dreistimmig war von ihnen „I wake this morning with the sun in my heart“ zu hören. Das tat gut.

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Es gab Kinderunterhaltung, Fotostudio Röder-Moldenhauer fotografierte die Chöre, Imbisswagen und ein großer Schwenkgrill waren vor Ort – und es gab auch zwei offene Singen, eins für Kinder, eins für Männer auf der Freiluftbühne. Der Chorverband Westerwald hatte das Chor- und Familienfest gut organisiert. Allein der Übersichtsplan war Gold wert. Das DRK war an zwei Stellen platziert, die Freiwillige Feuerwehr kümmerte sich um die Parksituation. Den Helfern wurde nach dem letzten Auftritt des Tages – Cannibale Vocale (Leitung Fraser Gartshore) – von Alfred Labonte (Vorsitzender Chorverband Westerwald) gedankt. Er richtete diesen Dank auch an die Chöre und ihre Leiter, den Stöffel-Park (namentlich Martin Rudolph und Carmen Engel) und an die Sponsoren sowie an die Besucher und natürlich an die Vereine, die sich für die Verpflegung eingesetzt hatten (aus Stockum-Püschen, Hirtscheid und Fehl-Ritzhausen). Der Filmclub Montabaur hatte die Aufführungen mitgefilmt. Doch ganz besonders dankte er „dem lieben Gott“, der für schönes Wetter gesorgt hatte.
So großartig die ausgefeilten und humorigen Vorträge von Cannibale Vocale, ein Highlight des Tages, beispielsweise waren, die viele Lacher und großen Applaus ernteten (ihre „Westerland“-Version peppt die der Originalband enorm auf) – so war doch jede Sängergruppe einmalig und hatte das ihre zu bieten. Jede Stimme ist so unterschiedlich wie jeder Mensch, dazu kommen die verschiedenen Leiter, Stile und Liedauswahl... Letztlich waren also alle unvergleichbar, konkurrenzlos und sorgten für Vielfalt. Schließlich handelte es sich um ein Festival, nicht um einen Wettbewerb. „Jung und Alt singen und feiern gemeinsam“, so hieß die Devise.

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Die Freude am gemeinsamen Singen steckte an, und auch einige Texte vermochten wichtige Botschaften und Lebensgefühl zu vermitteln. So hatte sich beispielsweise der Heartchor Willmenrod Beiträge wie „Horizont“ ausgesucht und „So soll es bleiben“. Fröhlich erklang kurz nach 19 Uhr „Oh happy day“, das schon wie ein Fazit des Tages klang.
Sehr viele Infos dazu und mehr finden Sie vor allem beim Chorverband: http://chorverband-westerwald.de/index.php/cvwesterwald/veranstaltungen
Und etwas auch in der Ankündigung auf der Stöffel-Park-Homepage: https://stoeffelpark.de/de/1.-westerwaelder-chorfestival-im-stoeffel-park
(Fotos und Text: Tatjana Steindorf)