Die Theatergruppe „fratze im kopp“ strapazierte heftig die Lachmuskeln

Zusammen mit der Feuerwehr 2.500 Euro an die Unnauer Patenschaft gespendetFratze 2018.10 2

Zu ihrem 20. Geburtstag schenkte die Theatergruppe „fratze im kopp“ sich und ihren Fans eine Komödie, die es in sich hatte. Sieben Mal präsentierten sie „Die spanische Fliege“ vor ausverkauften Haus, bis sich am vergangenen Samstagabend der Vorhang zum letzten Mal schloss. Die Besucher genossen sichtlich den Abend. Ihre Lachmuskeln hatten kaum Zeit sich zu

 

erholen, so pointenreich und voller köstlicher Abwechslung war das Stück, das immer wieder mit kräftigem Beifall belohnt wurde. Schon während der Pause waren nur lobende Worte zu hören. Ob Rollenverteilung, Kostüme, Maske oder auch das Bühnenbild - hier hatten alle Beteiligten eine tolle Arbeit geleistet. Begeistert waren die Zuschauer auch vom schauspielerischen Talent der Mitwirkenden, die allesamt in Gemünden wohnen. Sowohl den „alten Hasen“ als auch dem Nachwuchs schienen die Rollen auf den Leib geschrieben.

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Treues Publikum
Zunächst hieß Dietmar Wolf, der auch die Regie führte, die Besucher herzlich willkommen. Der Erfolg sei nicht nur den Akteuren vor und hinter der Bühne zu verdanken, sondern auch den Besuchern, die ihnen nunmehr seit zwei Jahrzehnte die Treue hielten.

Dass sie mit ihrer diesjährigen Komödie „Die spanische Fliege“ (im Jahre 1913 von Franz Arnold und Ernst Bach geschrieben und von der Theatergruppe „fratze im kopp“ bearbeitet) ins Schwarze getroffen hatten, wurde schon im ersten Akt deutlich. Immer wieder gab es einen regionalen Bezug. Eingebunden in die Geschichte waren Plätze und Gaststätten in Westerburg. Aber auch angesehene Bürger aus Montabaur waren präsent. Das Stück entführte in die tugendhafte Wilhelminische Zeit und spielte sich in der guten Stube des Senffabrikanten (Thilo Wengenroth) und seiner Frau Emma (Martina Stahl) ab.

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Sowohl deren Tochter Paula (Emilie Wengenroth) als auch Freundin Wally (Jana Wolf) verliebten sich Hals über Kopf, mussten in dem sittenstrengen Haushalt jedoch um die Glück kämpfen. Einzig Adele (Margit Keßler), Dienstmädchen und Köchin, hatte trotz ihrer Kochkünste und Reize bei Alois Wimmer (Dietmar Wolf) keinen Erfolg.
Doch über allem stand die Frage: Wer war der „Wüstling“, der sich vor 25 Jahren mit der Tänzerin Rosita alias „Die spanische Fliege“ mehr als nur eine Nacht vergnügte und seitdem kräftig Alimente zahlt.

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Neben dem Senffabrikanten selbst, geraten schließlich auch Wimmer sowie Anton Tiedemeier (Marcel Holzbach) und der Reichstagsabgeordnete Eduard Schilling (Arno Eckstein) in Verdacht. Mit seinem Ungeschick sorgte der schüchterne Heinrich (Denis Wolf) immer wieder für Irrungen und Wirrungen. In vielerlei Hinsicht überlegen schien Anwalt Dr. Fritz Gerlach (Luca Schlosser), der jedoch als „Drehsesselpubser“ nicht als Heiratskandidat in Frage kommen sollte. Doch als Heinrichs Mutter Mathilde Meisel (Tanja Schlosser) auf der Bildfläche erscheint, verdunkelt sich zunächst das Bild, bis Vater Gottlieb (Emil Holzbach) für Aufklärung sorgt und dem Happy-End der Jungverliebten nichts mehr im Wege steht.

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Zu den Akteuren hinter den Kulissen zählten Torsten Schlosser und sein Team (Bühnenbild), Martina Eisel und Mina Fialho (Maske), Eva Wolf (Requisiten), Eric Fritsch (Ton, Technik und Licht) sowie Ingelore Wolf als Souffleuse. Auch ihnen galt der kräftige Beifall, mit dem sich das Publikum für die amüsanten und kurzweiligen Stunden bedankte.

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Kranken Kindern helfen

Im Anschluss an die letzte Vorstellung in diesem Jahr überreichte der Verein zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Gemünden einen Spendenscheck in Höhe von 2.500 Euro an die Unnauer Patenschaft. „Wir haben in den vergangenen Monaten verschiedene Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt, deren Erlös wir gerne kranken Kindern spenden“, erläuterte der Vorsitzende der Feuerwehr, Marco Wolf. „Und wir haben den Betrag aufgestockt“, ergänzte Denis Wolf, Vorsitzender von „fratze im kopp“.

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Dankend nahmen Dorothea Becker und Rolf-Dieter Wiederstein, beide Vorstandsmitglieder der Unnauer Patenschaft, die großzügige Spende entgegen. Wiederstein nutzte die Gelegenheit, kurz über den Verein zu informieren, der sich seit 1986 für krebs- und schwerstkranke Kinder einsetzt und direkt und unbürokratisch die betroffenen und bedürftigen Kinder und Jugendlichen und deren Familien finanziell unterstützt. (Text und Foto: Ulrike Preis)