„Ausgewählte Gedichte“ von Friedrich Schweitzer als Buch erschienen

Dieter Kaiser und Burkhard Peschke veröffentlichten 133 Gedichte des beliebten WesterburgersWbg. Geschichtswerkstatt Friedel Schweitzer 2018.001 v1

„Friedrich Schweitzer - Ausgewählte Gedichte“, diesen Titel trägt das Buch, das Dieter Kaiser und Burkhard Peschke jetzt in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt des Westerwaldvereins Westerburg herausgegeben haben. Die offizielle Vorstellung dieses Buches, das im Verlag Christoph Kloft erschien, fand in der vergangenen Woche im Westerburger Ratssaal statt. . 

 

Zu den zahlreichen Besuchern zählten auch viele Vertreter des öffentlichen Lebens. Darunter Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, Beigeordnete, Ratsmitglieder sowie Vertreter der örtlichen Schulen.

Nachlass zur Verfügung gestellt
Über die Veröffentlichung der Gedichte von Friedrich Schweitzer, auch Friedel genannt, freute sich natürlich auch die Familie des bereits im Jahre 1985 verstorbenen ehemaligen Schulleiters der Förderschule, die auch nach ihm benannt wurde. Darunter Sohn Johannes, der aus Wattenheim in der Pfalz gekommen war. Eine lange Anreise hatte dessen Bruder Jochen auf sich genommen, er wohnt in Südafrika. Die beiden hatten den Nachlass ihres Vaters zur Verfügung gestellt, wofür ihnen der Stadtbürgermeister herzlich dankte.
Als einen „großen Sohn unserer Stadt“ bezeichnete Seekatz Friedel Schweitzer, der in positivem Sinne „amtsbekannt“ sei. Sein Dank galt neben den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt insbesondere den beiden Herausgebern, Dieter Kaiser und Burkhard Peschke, für ihr Engagement.

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Freuen sich über die Veröffentlichung der Gedichte von Friedel Schweitzer: Dieter Kaiser (v.li.), Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, Jochen Schweitzer, Johannes Schweitzer und Burkhard Peschke

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Nach der Begrüßung durch Stadtbürgermeister Ralf Seekatz leitete Dieter Kaiser in den Abend ein.

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Ein Dichter aus Westerburg

Auf dem Einband heißt es: „Friedrich Schweitzer hatte viele herausragende Talente, er war Pädagoge, Musiker, Komponist, Paläonthologe und ein zutiefst westerwaldbezogener Dichter. Er war kein Heimatdichter im engen Sinne, der nur vom Konkret-Gekannten seines Dorfes Hütte, seiner Stadt Westerburg, der geliebten Natur seines Westerwaldes erzählte. Über die „Kleinen Dinge – Heimat“ (wie ein frühes Westerburger Heft heißt) stößt er direkt ins weite menschliche Herz, ins Universelle vor. Das macht ihn groß. Bei Schweitzer steht der Mensch im Mittelpunkt, in einer bewussten Folge von Generationen, in der Geschichte, auch der der Erde. Wie uns das Petermännchen und den Schlossgeist, Gespenster, Grafen und die Schwarze Pest, die Mutter und den alten Westerburger balladenhaft vor Augen führt, so beschwört er in bezaubernden Bildern die Gesänge der Natur und den Millionen Jahre alten Basalt.“
Einen Einblick in ihre Arbeit rund um die Auswahl und Gestaltung beschrieb Dieter Kaiser. „Es zeugt davon, dass man Friedel Schweitzer nicht ganz vergessen hat“, äußerte er sich im Hinblick auf die vielen Besucher, über deren Kommen er sich sehr freute.

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Gedenken an einen Sohn der Stadt
Alles fing an mit „einem grauen Karton“, der gefüllt war mit mehr als 500 Gedichten, die Friedel Schweitzer teils mit der Hand geschrieben, teils mit der Schreibmaschine getippt hatte. „Ich wusste nicht, welchen Schatz ich in Händen hielt“, erinnerte sich Kaiser, der mit Friedel Schweitzer gut befreundet war und der bereits im Alter von 58 Jahren starb. Er bedankte sich bei den Gremien der Stadt für die finanzielle Unterstützung. „Die Veröffentlichung ehrt einen Bürger, der sich große Verdienste in seiner Heimatstadt Westerburg erworben hat“, hob er hervor. Sein Dank galt auch Christine Klein, Vorsitzende des Museumsvereins „anno dazumal“ für ihre Spende sowie Verleger Christoph Kloft für seine Geduld und Ratschläge.
Das Buch sei letztendlich der Beharrlichkeit Dieter Kaisers zu verdanken, machte sein Freund Burkhard Peschke deutlich. Gemeinsam hatten sie die Gedichte gelesen, aussortiert und geordnet. Peschke, der Anmerkungen zum dichterischen Werk Friedel Schweitzers machte, erläuterte auch die Aufteilung des Buchs, das neben Persönlichem auch von der Liebe zur Mundart, Westerwald und Westerburg als Heimat, Liebe, Natur und Jahreszeiten, auf rund 190 Seiten aber auch Nachdenkliches enthält. Jochen Schweitzer dankte allen, die an der Veröffentlichung mitgewirkt hatten und erinnerte mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen an Friedel Schweitzer als Vater und schöpferischer Mensch.

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Jochen Schweitzer sprach abschließend über Friedel Schweitzer als Vater und schöpferischer Mensch. 

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Wie von den Herausgebern zu erfahren war, soll der Erlös in ein weiteres Projekt fließen. „Wir möchten in einem Band weitere Persönlichkeiten porträtieren, die Westerburg geprägt haben“. Vielleicht erscheine auch ein zweites Band mit Gedichten von Friedel Schweitzer. Doch zunächst soll das erste Band die Leserschaft erfreuen.
„Friedrich Schweitzer - Ausgewählte Gedichte“, Verlag Christoph Kloft, ISBN 978-3-929656-31-2. Das Buch ist zum Preis von 14,80 Euro im örtlichen Buchhandel und bei Dieter Kaiser, Adolfstraße 45, in 56457 Westerburg erhältlich.