Zurich Filialdirektion Erhard Steinebach GmbH spendet 15 Computer an „Frauen gegen Gewalt e.V.“ in Westerburg

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde der Verein vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt Beginenhof PC Spende 2020.11.2 v1

Der Verein Frauen gegen Gewalt e.V. freute sich über 15 PC’s, die von der Zurich Versicherung Erhard Steinebach GmbH aus Westerburg gestiftet wurden. Es hatten sich insgesamt 400 Einrichtungen beworben, 25 wurden von der Zurich Versicherung ausgewählt. Verbandsbürgermeister Markus Hof hatte unter anderem den Verein als soziale Einrichtung für Westerburg Herrn Steinebach vorgeschlagen.

Geschäftsführerin Gaby Krause betonte, dass diese PC’s dringend notwendig seien, um die technische Ausstattung des Hauses zu modernisieren. Außerdem können Klientinnen, die an den angebotenen Elearning-Kursen teilnehmen möchten und keine technische Ausstattung besitzen, diese ausleihen.

Der Verein „Frauen gegen Gewalt e.V.“ wurde 1990 in Westerburg gegründet und ist eine gemeinnützige Einrichtung. Dieser Verein weitet sein Angebot kontinuierlich aus und passt es gegebenen Strukturen an. Wichtige soziale Arbeit in Form von Beratungs-, Hilfs- und Bildungsangeboten für Mädchen und Frauen sowie psychosoziale Prozessbegleitung werden angeboten - hier finden alle Frauen und Mädchen Hilfe und Unterstützung.

 Beginenhof PC Spende 2020.11.2 v1

von links nach rechts: Gaby Krause, Frauen gegen Gewalt e.V.; Stefanie Riegel, Frauen gegen Gewalt e.V.; Markus Hof, Verbandsbürgermeister Westerburg und Jens Steinebach, Zurich Versicherung (Foto: Frauenzentrum Beginenhof)

Häusliche Gewalt rückt in der aktuellen Berichterstattung stärker in den Fokus der Gesellschaft, doch bei sexualisierter Gewalt handelt es sich nach wie vor um ein Tabuthema. Sexualisierte Gewalt basiert stets auf Machtgefügen und kann in allen Bereichen des Lebens vorkommen; somit betrifft auch dieses Thema die gesamte Gesellschaft.
Das Erleben von gewalttätigen Übergriffen kann bei Betroffenen zu lebenslangen Beeinträchtigungen führen. Menschen beim Umgang mit diesen Folgen zu unterstützen, ist eines der Hauptanliegen des Vereins Frauen gegen Gewalt e.V.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurde der Verein vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. So sind beispielsweise zurzeit keine Präsenztreffen der begleiteten Selbsthilfegruppe für Frauen mit Missbrauchserfahrungen und Erfahrungen ritueller Gewalt möglich. Beratungen finden vermehrt telefonisch oder per Videochat statt, wobei vielen Klientinnen leider das technische Equipment dazu fehlt.
Betroffene Frauen leben in der Regel isoliert und haben kaum Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Die Corona-Situation verschärft die Isolation der Frauen, zumal die meisten von ihnen an Traumafolgestörungen leiden und beispielsweise Schwierigkeiten beim Tragen der Mund-Nasenbedeckung haben. Zudem belastet sie der Anblick anderer Menschen mit Mund-Nasenbedeckung und dadurch erleben sie Ausgrenzung. Um den Kontakt per Videochats oder über unsere sichere Onlineberatung zu halten, sind die Frauen dankbar für die Möglichkeit, sich die technische Ausstattung ausleihen zu können.

Insgesamt konnte der systemrelevante Betrieb des Beginenhofs in dieser herausfordernden Zeit nur aufgrund von Videokonferenzen u.Ä. aufrechterhalten werden. Viele Angebote wie z.B. die WenDo-Kurse konnten nicht durchgeführt werden, jedoch war es über Online-Meetings möglich, Beratungen, Schulungen und Weiterbildung anzubieten, den Austausch zu Kolleg*innen zu gewährleisten und an Fortbildungen teilzunehmen.

Über Videokonferenzen können nun sogar Personen erreicht werden, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Institution kommen können. Somit hat sich der Umkreis hinsichtlich der Teilnahme an unseren Weiterbildungsmöglichkeiten etwa deutlich erweitert.