Im Gebet Kraft für Ehrenamt und Arbeit schöpfen

Ökumenischer Gottesdienst für Einsatzkräfte in WesterburgWbg. VG Helfergottesdienst 11 2021.01

Bereits zum 20. Mal fand am Buß- und Bettag ein ökumenischer Gottesdienst für die Hilfsorganisationen und Organe in der Verbandsgemeinde Westerburg statt. Eingeladen in die Schlosskirche Westerburg waren insbesondere die Mitglieder von DRK, DLRG, Feuerwehr, THW und Polizei und deren Familien. Hintergrund des Gottesdienstes war es wieder, im Gebet Kraft für Ehrenamt und Arbeit zu schöpfen und um Gottes

Segen zu bitten.

Vor 20 Jahren „nine eleven“ New York und nun mit der Flutkatastrophe im Ahrtal das Unheil vor der Haustür. Im Gedenken an die vielen Verstorbenen und in Dankbarkeit für die gesunde Rückkehr aus den vielen Einsätzen, soll die Tradition des jährlichen Gedenkens fortgesetzt werden. Die Hilfsorganisationen sind für den Bürger da, ehrenamtlich, hauptamtlich, rund um die Uhr - Überall wo der Bürger ihre Hilfe braucht.
Christliche Nächstenliebe

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Sehr eindrucksvolle Worte fanden Pastoralreferentin Dorothea Bausch und Pfarrer Eckehard Brandt. Brandt sprach in seiner Predigt über das Samaritertum in der Bibel und regte so zum Nachdenken an. „Lassen Sie uns heute Abend inne halten. Lassen Sie uns über den manchmal nicht ungefährlichen Einsatz nachdenken, und lassen Sie uns dem Herrgott danken, dass der Einsatz fast immer glücklich ausgegangen ist“, fasste Giesbert Wiethoff, Katastrophenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, den Hintergrund des Gottesdienstes mit wenigen Worten zusammen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des DRK Ortsvereins Westerburg, Frank Reitz, hatte er den Gottesdienst organisiert.

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Erfahrung und positives Denken
„Denken wir aber auch über die vielen Familien nach, die infolge der Flutkatastrophe Liebgewordenes verloren haben“, führte Wirthoff seine Gedanken fort und sprach schließlich von den Menschen, die anderen zur Seite stehen, deren Beruf es ist, Mühseligen und Beladenen Zuwendung zu geben. „Es muss die Erfahrung und das positive Denken sein, was uns die Kraft gibt, zum Helfen, die uns Leben retten lässt“, so der langjährige DRKler. Dieses Wegstecken der manchmal belastenden Ereignisse sei aber auch den Menschen zu verdanken, die trotz aller Professionalität mitfühlende Kollegen geblieben sind.
Noch lange werde die Flutkatastrophe im Ahrtal die Menschen in Atem halten. „Helfen wir alle mit, dass die gezeigte Solidarität weiter erhalten bleibt“, rief Wiethoff auf.
Nun gedachten die Gottesdienstbesucher der Kameradinnen und Kameraden, die im zurückliegenden Jahr verstorben sind.

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Tradition ist es, dass die Vertreter der anwesenden Hilfsorganisationen ihre Fürbitten vorbringen.

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Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten Christina Ruß und Lukas Loos. Mit kräftigem Beifall dankten die Gottesdienstbesucher den beiden Akteuren.