Neubau der Wohnstätte für Menschen mit einer Beeinträchtigung in Hachenburg

Nach nur 18 Tagen Bauzeit Richtfest gefeiertRichtfest Behinderteneinrichtung 3 20x30 v1

Am Neubau der Wohnstätte für Menschen mit einer Beeinträchtigung war am 1. Juli Grundsteinlegung und bereits knapp 3 Wochen später konnte der Verein für Behindertenarbeit e.V. mit vielen Gästen das Richtfest ausrichten. Die Holzrahmenbauweise, bei der im Werk in Kölbingen alle Wände vorgefertigt wurden, machte die Erstellung des Rohbaus in dieser kurzen Zeit möglich.



In einer kleinen Feierstunde begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Winfried W. Weber, zuerst die am Bau beteiligten Handwerker der Firmen Bautec GmbH (Maurer- und Betonarbeiten) und Holzbau Höhn GmbH mit ihren Geschäftsführern Thorsten Krempel und Volker Höhn und dankte ihnen für ihren großen Einsatz und das harmonische Zusammenwirken bei zum Teil hitzebedingt schwierigen äußeren Bedingungen. Er freute sich, dass die Arbeiten bisher unfallfrei verlaufen seien und wünschte dies auch für den weiteren Baufortschritt. Den anwesenden Vorstandsmitgliedern Maria Weidenfeller und Hubertus Schneider galt der Dank für die Unterstützung bei der Umsetzung der jahrelang verfolgten Pläne zum Bau der dringend benötigten weiteren Wohnplätze ganz besonders in diesen herausfordernden und unsicheren Zeiten.

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Fotos: Röder-Moldenhauer

Mit den von dem Architekten Peter Frensch vorgelegten Plänen könne der GFB gGmbH als Tochtergesellschaft voraussichtlich im Sommer 2023 ein Gebäude übergeben werden, welches nach dem Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung und Energieeinsparung errichtet werde und den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen beste räumliche Bedingungen biete, betonte Weber gegenüber dem ebenfalls anwesenden Geschäftsführer der GFB, Mario Habrecht, und der Vorsitzenden des Betriebsrates, Jennifer Hahn. Beispielsweise könne das Gebäude mit der geplanten Wärmepumpentechnik und Photovoltaikanlage nicht nur beheizt, sondern bei extrem großer Hitze, so wie an diesem Tag, auch gekühlt werden. Damit war der Bogen gespannt zu dem die Technikplanung ausführenden Ingenieurbüro Langhof, vertreten durch Ralph Langhof und Sebastian Wolter und das die Energieoptimierung und Baustatik verantwortende Büro Hain & Partner, repräsentiert durch die Inhaber Gerald Hain und Marita Roßbach.

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Die Leiterin der direkt benachbarten Tagesförderstätte, Kristina Berner, überreichte zur großen Freude des Vorsitzenden und der Gäste eine gemeinsam mit ihrem Team eine unter Mitwirkung von BesucherInnen der Einrichtung geschmückte und mit vielen guten Wünschen versehene kleine Birke, die Weber dem Zimmerermeister Volker Höhn übergab. Der Vorsitzende schloss seine Begrüßung mit einem Zitat aus einem Bauschild, das er in Holland gesehen habe und dort auf jeder größere Baustelle zu finden sei: „Nicht jedes Kind wird Arzt oder Anwalt. Lehren Sie Ihre Kinder, dass es in Ordnung ist und Spaß machen kann, mit den Händen zu arbeiten und coole Dinge zu bauen“.

In diesem Sinne setzte Höhn dann den feierlichen Schlusspunkt. In einer von großer Wertschätzung gegenüber allen bauausführenden Handwerkern getragenen Rede dankte er dem Verein als Bauherrn für das mit der Auftragserteilung entgegengebrachte Vertrauen und wies auf die Vorzüge des Bauens mit Holz als nachwachsendem und bauökologisch hervorragenden Rohstoff hin. In seinem Richtspruch wünschte er den künftigen Nutzern des Hauses ein stets gutes Miteinander und eine Atmosphäre des Wohlfühlens. Unter Hochrufen der Gäste leerte er ein mit Wein gefülltes Glas und zerschmetterte dieses anschließend symbolisch als glücksbringende Geste. Mit einem gemeinsamen Imbiss der Handwerker und Gäste endete die Feier. Text: Winfried W. Weber